Was sagt nun die Praxis?


Aufbau der Anlage Aufbau der Anlage:

Da ich als "Photovoltaiker" etwas neidisch auf die Erträge von Thermokollektoren (ca. 60% im Vergleich zu 16 % von Solarstrommodulen) schaute, begannen die Pläne für eine Thermosolaranlage zu reifen. Sie sollte das Warmwasser für das Bad (einschließlich für die Waschmaschine) erzeugen und zur Heizungsunterstützung im Selbigen dienen.
Thermosolaranlage geständert
Sie besteht aus je 2,35 m² großen Cosmosol - Hochleistungskollektoren (1) welche eine Absorptionsrate von 95% und eine Emissionsrate von nur 5% besitzen und somit den größten Teil der einfallenden Globalstrahlung in Wärme umwandeln.
Das so erhitzte Trägermedium (Propylenglykol-Wassergemisch) wird über die Pumpenstation (3) zum Wärmetauscher (solar)(10), welcher sich im unteren Teil des 300 l Speichers (2)befindet, gepumpt und gibt dort seine Wärme an das Brauchwasser ab.
Der Wärmetauscher (Heizung) (11)dient in unserem Falle der Heizungsunterstützung und wird durch eine über Programmzeitschalter gesteuerte Pumpe genutzt.
Die Solarregelung (5) steuerte die Pumpe des Solarkreislaufes. Bei einer Temperaturdifferenz von 15 grd (einstellbar) zwischen dem Fühler im Kollektor und dem unteren Fühler im Solarspeicher läßt die Umwälzpumpe die Trägerflüssigkeit zirkulieren. Die Solarregelung regelt hierbei je nach Temperaturdifferenz die Drehzahl der Pumpe und sorgt hierdurch für optimale Ausnutzung der anfallenden Wärme.
Das Ausdehnungsgefäß (4) und das Sicherheitsventil (12) dienen der Vermeidung eines durch die Erhitzung entstehenden übermäßigen Druckanstieges im Solarkreislauf.
Der Cosmosol 1E Solarspeicherladeregler steuert die Solaranlage anhand der Temperaturdifferenz zwischen dem Kollektor und dem Solarspeicher. Wahlweise können angezeigt werden, die Kollektortemperatur, die Speichertemperatur, die Pumpleistung (in %), die aktuelle Anlagenleistung (in kW), der kummulative Wärmemengenertrag und die Betriebsstundenzahl.


Montage der Anlage Montage der Anlage:

Die Montage habe ich in diesem Falle einer Fachfirma überlassen. - Die möglichen Fehlerquellen waren mir doch zu groß. Und nichts ist schlimmer als eine teure Anlage, die nicht richtig funktioniert oder nach fertiger Montage undicht ist.
Wie auf dem Photo links zu sehen ist, wurden die Kollektoren auf dem Flachdach mit Edelstahlkonstruktion "geständert" montiert. Sie sind ca. 45° geneigt.
Das ist die Thermosolaranlage auf unserem GrundstückArmaturen mit Solarspeicher Über ein flexibles, isoliertes, knapp 10 m langes Schnellverrohrungssystem von Cosmosol sind sie mit dem Solarspeicher verbunden. Dieser ist in dem rechts zu sehenden Nebengebäude stationiert. In dem Schnellverrohrungssystem ist gleichzeitig das Kabel für den Temperaturfühler am Kollektor integriert.
Die Montage und Inbetriebnahme gingen problemlos vonstatten. Jedoch hatte die eigentlich technisch ausgereifte Komplettanlage einen Mangel. Der Speicher verlor innerhalb 24 Stunden ca. 7° C an Temperatur (ohne Warmwasserentnahme). - Bei der Konstruktion wurde die Schwerkraftsperre des Solarkreises vergessen. Das bedeutete, daß das warme Wasser bei fehlender Sonneneinstrahlung automatisch in die Kollektoren hochstieg, sich dort abkühlte und als kaltes Wasser in den Speicher zurückfloß. - Die Firma holte dies auf eigene Kosten nach. - Mittlerweile habe ich auch schon Solarspeicher anderer Firmen gesehen, die Konvektionssperren für alle Anschlußstutzen des Solarspeichers vorgesehen haben.
Da der Nachheizwärmetauscher für die Heizungsunterstützung des Badezimmers genutzt wird, wurde eine thermostatgesteuerte elektrische Nachheizung für die sonnenärmeren Jahreszeiten integriert. (auf dem Photo rechts unten am Speicher zu sehen). - Dies stellt aber nur eine Notlösung dar, welche wir so selten wie möglich nutzen werden. (Hauptsächlich zur Abtötung der Legionellen)
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